In dem Artikel der Wümme-Zeitung mit dem Titel "Kunststudenten für Worpswede" vom 20.02. 2010 erweckt der CDU-Landtagsabgeordnete Axel Miesner den Eindruck, als wäre der teilweise Erhalt des Stipendiatenprogramms in Worpswede sein alleiniger Erfolg. Dies entspricht nicht den Tatsachen.
Die niedersächsische FDP hat auf ihrem Landesparteitag im März 2009 auf Antrag des Ortsverbandes Worpswede und zweier Landtagsabgeordneter mit großer Mehrheit in Gifhorn beschlossen, sich für den Erhalt der Künstlerförderung in Worpswede einzusetzen. In den folgenden Gesprächen mit der CDU und Vertretern des von der CDU geführten Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, stieß dies auf erheblichen Widerstand. Der CDU-Abgeordnete Miesner hat sich zu Beginn der Diskussion um die Künstlerförderung in Worpswede für die Unterstützung der Universität Leuphana in Lüneburg und gegen den Erhalt der Stipendiatenhäuser in Worpswede ausgesprochen. Dies war in der Wümme-Zeitung nachzulesen. Herr Miesner hat damit, ohne auf seinen Wahlkreis zu achten, einseitig die Positionen des zuständigen Ministeriums vertreten.
Wäre es nach dem niedersächsischen MWK gegangen, wäre die Stipendiatenförderung in Worpswe-de komplett eingestellt und an die Leuphana-Universität nach Lüneburg verlagert worden. Dank der intensiven Bemühungen der FDP-Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Roland Zielke, Christian Grascha und Dr. Gero Hocker ist es in mühsamen Gesprächen gelungen eine Lösung für Worpswede mit dem MWK und der CDU-Landtagsfraktion zu finden. Erst dann hat der CDU-Abgeordnete Miesner seine Meinung überdacht.
Die Koalitionsparteien haben auf das Drängen der FDP einen gemeinsamen Antrag erarbeitet, der in der vergangenen Woche vom Landtag beschlossen wurde. Hierin übernimmt das Land einen Teil der Betriebskosten des Atelierhausvereins sowie die finanzielle Förderung einer geplanten Sommeraka-demie. Hierdurch wird nicht nur ein Standort mit großer Tradition gestärkt, sondern Worpswede bleibt dadurch weiterhin attraktiv für Künstler aus aller Welt. Durch die Unterstützung der Leuphana-Universiät gewinnt Worpswede zusätzliche Möglichkeiten international an Aufmerksamkeit zu gewin-nen. Schließlich wolle die Leuphana auch Ausstellungen im Ausland veranstalten. Von dieser Zu-sammenarbeit können sowohl Worpswede, als auch die Universität profitieren.

